Munitionsdepot im Vordertaunus soll ausgebaut werden
Das Munitionsdepot Köppern ist mit 254 Hektar das zweitgrößte Munitionsdepot der Bundeswehr und liegt im Wald zwischen Wehrheim und Rosbach vor der Höhe überwiegend auf Wehrheimer Gemarkung. Den Namen bekam das Depot aufgrund der von Köppern herführenden Zufahrt. (Quelle und weitere Infos zur Geschichte auf Wikipedia).
In einem Bericht der Wetterauer Zeitung vom 25.2.26 ist von erheblichen Ausbauplänen die Rede. In dem Beitrag heißt es:
Der Ausbau bedeutet einen größeren Eingriff in den umgebenden Wald. Laut Bundesforst sind u.a. Rodungen von deutlich über zehn
Hektar Forst vorgesehen, wobei Teile der Rückschnittsflächen im Anschluss wieder in Waldflächen überführt werden sollen. Wald, der dadurch dauerhaft anders genutzt und teilweise versiegelt werden wird, zusätzlich zu den geplanten Windrädern am Winterstein. Das Planungsgebiet des Landesbetriebs setzt sich aus zwei Teilflächen zusammen. Die Fläche im südlichen Teil nimmt mit 136,8 Hektar fast den gesamten Südteil des Geländes ein; hier befinden sich bereits Bunkeranlagen (der Bereich gilt als Flächendenkmal), die jedoch nur teilweise genutzt werden. Die nördliche Teilfläche jedoch bedeckt etwa 16,8 Hektar und ist mit Ausnahme einer Erschließungsstraße vollständig bewaldet. Das Munitionsdepot liegt direkt am Rand eines Trinkwasserschutzgebiets und mitten im Naturpark Hochtaunus.
In einem früheren Bericht der FNP vom 10.2.26 (Online-Fassung) ist lediglich von Modernisierungen die Rede. Dort heißt es:
Wehrheim – In der vergangenen politischen Sitzungsrunde teilte Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) mit, dass es in der kommenden Zeit Umbauarbeiten am Munitionsdepot Köppern geben werde. Die Bundeswehr habe sich aber nicht genauer dazu geäußert, welche genauen Umbauten geplant seien und warum diese überhaupt stattfänden. Die Verwaltung habe dazu eine Information vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) bekommen.[…]
Die Planungsgesellschaft Natur und Umwelt mbH in Frankfurt sei im Mai 2025 mit der Erstellung der naturschutzfachlichen Genehmigungsunterlagen und mit den dafür erforderlichen Kartierungen sowie mit der Erstellung der vorliegenden Unterlagen zum Zweck der Festlegung des Untersuchungsrahmens (Scoping) für den zu erstellenden Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP-Bericht) beauftragt worden, schreibt der Landesbetrieb Bau an die Verwaltung. Die Kommune habe dazu in Abstimmung mit dem Bauamt sowie Umweltamt eine Stellungnahme zu den bestehenden Starkregenereignissen, Hochwasserschutz sowie bestehenden Schutzgebiete abgegeben, erklärt Sommer gegenüber der Presse. […]


